Die Odigitrija-Kathedrale (18. Jh.)

 

Die Odigitrija-Kathedrale, der Ikone der Gottesmutter Odigitrija gewidmet, ist das erste Steingebäude in Ulan-Ude.

Die Bauarbeiten begannen 1741 und dauerten 42 Jahre. Der Gottesdienstraum im Erdgeschoss wurde zu Ehre der Taufe Christi 1770 eingeweiht, und im Obergeschoss- zu Ehre der Gottesmutter 1783.

Die Kathedrale besteht aus drei Bauteilen: dem Gottesdienstraum, dem Refektorim und dem Glockenturm, die sich in die Länge von Westen nach Osten ausdehnen und dadurch monumental wirken. Der Hauptbau ist mit einer Kuppel ohne Bedachung gekrönt. Runde Giebel mit der blattartigen Dekoration verbinden sich harmonisch mit der Kuppel. 

 

Die Odigitrija-Kathedrale hatte die größte Zahl der  Kirchgänger und die prachtvollste Innenausstattung unter allen orthodoxen Kirchen in Werchneudinsk.  Mitte des XIX. Jh. wurde eine Stele mit einer Metallspitze von der Nordseite aufgestellt, welche die Koordinaten der Kirche fixieren sollte. Die axiale Lage der Kirche auf der Lenina-Straße bestimmte ihre geographische Lage auf der Karte und dadurch war sie immer eine interessante Sehenswürdigkeit in der Stadt. Die Stele ist nicht erhalten geblieben.

1929 wurde die Kathedrale geschlossen. 1934 wurde hier ein Anti-Religionsmuseum eröffnet. Deswegen ist das Gebäude erhalten geblieben.  1990 wurde die Kathedrale wieder der russischen orthodoxen Kirche übergeben. 2004 wurde der obere Nebenaltar der Hauptkathedrale vom Metropolit (heute Patriarch) Kirill eingeweiht.

Standort

Lenina-Straße 4